Das japanische Teehaus in München

Japanisches Teehau München

Allgemeines

Das japanische Teehaus in München befindet sich etwas versteckt am Anfang des Englischen Gartens hinter dem Haus der Kunst. Es wurde anläßlich der Olympiade 1972 dem Freistaat Bayern gestiftet. Gestiftet wurde das Teehaus von der Teeschule Urasenke aus Kyoto. Dort werden im Frühjahr und im Sommer regelmäßige Teezeremonien abgehalten.
Das japanische Teehaus ist auch der Ausgangspunkt für das alljährliche Japan-Fest im Englischen Garten.

Die Urasenke Teeschule

KarteAdresse Prinzregentenstraße 1
80538 München
WebsiteWebsite www.urasenke-muenchen.de
TelefonTelefon 089 - 22 43 19

Die Urasenke Teeschule ist eine der großen traditionellen Schulen für den Teeweg in Japan. Die Schule geht zunächst auf Sen no Rikyu (geb. 1522) zurück. Er prägte die Teezeremonie wesentlich und hatten großen Einfluss auf die Gestaltung der japanischen Teezeremonie. Er mußte im Jahr 1592 Selbstmord begehen, vermutlich aufgrund von politischen Intrigen. Die Urasenke Teeschule ist eine von 3 Teewegschulen, die von den Urenkeln von Sen no Rikyu gegründet wurde. Die Urasenke Teeschule wurde von Sensô Sôshitstu im hinteren Familinegebäude gegründet und trägt deshalb auch den Namen Urasenke: Ura = hinten, Sen = Familienname, ke = Haus.
Neben der Urasenke Teeschule wurden von weiteren Urenklen von Sen no Rikyu die Teeschulen Omotosenke und Mushanokojisenke in anderen Familiengebäuden gegründet.
Mittlerweile wird die Urasenke Teeschule in der 16. Generation weitergeführt. 1951 wurde die erste Urasenke Teeschule außerhalb Japans in Hawaii gegründet. Inzwischen gibt es auf allen Kontinenten Urasenke Teeschulen. In Deutschland gibt es insgesamt 5 Teeschulen.
Das Teehaus in München wird durch die Gruppe Urasenke Kyokai München verwaltet. Die Gruppe besteht aus deutschen und japanischen Mitgliedern, die durch einen offiziellen Repräsentanten der Urasenke in Deutschland betreut werden. Außerdem absolviert die Gruppe regelmäßige Studienaufenthalte in Kyoto. Ziel der Gruppe ist es, den Teeweg in Deutschland bekannter zu machen und das Interesse dafür zu wecken. Die öffentlichen Vorführungen finden vom April bis zum Oktober im Teehaus statt.

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